Knochenaufbau
Wenn für eine Implantation nicht ausreichend Knochen vorhanden ist, kann ein Knochenaufbau notwendig sein. Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der individuellen Anatomie und der geplanten Versorgung ab.
Fragen
Knochenaufbau
Für ein Implantat muss ausreichend Knochen vorhanden sein, damit es stabil eingesetzt werden kann. Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kann vor oder gleichzeitig mit der Implantation ein Knochenaufbau notwendig sein.
In vielen Fällen ja. Wenn ausreichend stabiler eigener Knochen vorhanden ist, können Knochenaufbau und Implantation gleichzeitig durchgeführt werden. Bei größeren Defekten erfolgt der Knochenaufbau zunächst separat und das Implantat nach der Einheilung.
Je nach Ausgangssituation kann eigener Knochen oder speziell aufbereitetes Knochenersatzmaterial verwendet werden. Häufig werden beide Möglichkeiten miteinander kombiniert. Die Auswahl richtet sich vor allem nach Größe und Form des Knochendefektes.
Bei kleineren Knochenaufbauten kann körpereigener Knochen häufig direkt aus dem Operationsgebiet gewonnen werden. Bei größeren Defekten kann Knochen an einer anderen Stelle im Kiefer entnommen oder zusätzlich Knochenersatzmaterial verwendet werden.
Grundlage sind die klinische Untersuchung und in der Regel eine dreidimensionale DVT-Aufnahme. Damit können das vorhandene Knochenangebot sowie wichtige anatomische Strukturen genau beurteilt und der Eingriff geplant werden.
Nach einem Knochenaufbau beträgt die Einheilzeit in der Regel etwa vier Monate. Danach kann der nächste geplante Behandlungsschritt erfolgen.
Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Nach der Operation können Schwellung und Wundbeschwerden auftreten, die je nach Umfang des Eingriffs unterschiedlich ausgeprägt sein können.
Nach einem größeren Knochenaufbau sollten Sie mit etwa drei bis fünf Tagen körperlicher Schonung rechnen. Schwellung und gegebenenfalls Blutergüsse können ungefähr eine Woche sichtbar sein.
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