Operative Zahnentfernungen
Nicht jeder Zahn lässt sich unkompliziert entfernen. Bei tief zerstörten, frakturierten oder ungünstig liegenden Zähnen kann eine operative Entfernung notwendig sein. Dabei ist mir ein möglichst gewebeschonendes Vorgehen und eine sorgfältige Nachsorge wichtig.
Fragen
Operative Zahnentfernungen
Vor einer Zahnentfernung wird geprüft, ob der Zahn sinnvoll erhalten werden kann. Eine Entfernung wird empfohlen, wenn eine verlässliche Erhaltung nicht mehr möglich oder medizinisch nicht sinnvoll ist.
Wenn ein Zahn nicht auf normalem Weg entfernt werden kann – etwa weil er tief zerstört, abgebrochen, verlagert oder vollständig beziehungsweise teilweise im Knochen liegt – kann eine operative Entfernung notwendig sein.
Der Eingriff erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Je nach Situation wird der Zahn über einen kleinen chirurgischen Zugang freigelegt und gegebenenfalls geteilt. Danach wird die Wunde sorgfältig versorgt und bei Bedarf vernäht.
Während des Eingriffs sorgt die örtliche Betäubung dafür, dass keine Schmerzen auftreten sollten. Druck und Bewegung können wahrgenommen werden. Beschwerden nach dem Eingriff lassen sich normalerweise mit geeigneten Schmerzmitteln gut behandeln.
Nicht grundsätzlich. Häufig reicht ein herkömmliches Röntgenbild aus. Bei unklarer Lage oder engem Bezug zu wichtigen anatomischen Strukturen kann eine dreidimensionale DVT-Aufnahme für die Planung sinnvoll sein.
Die Schwellung ist nach einer operativen Zahnentfernung meist am zweiten oder dritten Tag am stärksten und geht anschließend über etwa eine Woche zurück. Die Schleimhaut heilt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen; die knöcherne Heilung dauert deutlich länger.
Meist sollten etwa zwei bis drei Tage körperliche Schonung eingeplant werden. Bei körperlich anstrengender Arbeit kann eine etwas längere Pause notwendig sein.
Körperliche Schonung, gegebenenfalls Kühlung und eine sorgfältige Mundhygiene sind in den ersten Tagen besonders wichtig. Die wichtigsten Verhaltenshinweise erhalten Sie direkt nach dem Eingriff.
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