Weisheitszahnentfernungen
Weisheitszähne können Beschwerden verursachen, Entzündungen begünstigen oder benachbarte Zähne gefährden. Ob eine Entfernung notwendig ist, wird individuell beurteilt. Vor dem Eingriff erfolgt eine genaue Untersuchung und – wenn erforderlich – eine dreidimensionale Bildgebung mittels DVT. Anschließend bespreche ich mit Ihnen den Ablauf und die Nachbehandlung.
Fragen
Weisheitszahnentfernungen
Nein. Weisheitszähne müssen nicht grundsätzlich entfernt werden. Eine Entfernung kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden bestehen, wiederholt Entzündungen auftreten, benachbarte Zähne gefährdet sind oder aufgrund der Lage andere Probleme zu erwarten sind. Ob eine Entfernung notwendig ist, wird anhand der klinischen Untersuchung und der Röntgenbilder beurteilt.
Der Eingriff erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Je nach Lage kann der Zahn direkt entfernt werden oder muss über einen kleinen chirurgischen Zugang freigelegt und gegebenenfalls geteilt werden. Anschließend wird die Wunde sorgfältig versorgt und meist vernäht.
Nicht immer. In vielen Fällen reicht ein normales Röntgenbild für die Planung aus. Liegt ein Weisheitszahn jedoch beispielsweise sehr nahe an wichtigen anatomischen Strukturen, kann eine dreidimensionale Aufnahme mittels DVT zusätzliche Informationen liefern und eine genauere Planung ermöglichen.
Während des Eingriffs sorgt die örtliche Betäubung dafür, dass keine Schmerzen auftreten sollten. Druck oder Bewegung können dennoch wahrgenommen werden. Nach dem Eingriff sind Wundschmerzen möglich, die sich normalerweise mit geeigneten Schmerzmitteln gut behandeln lassen.
In meiner Ordination erfolgt die Entfernung in der Regel seitenweise, also die Weisheitszähne einer Seite in einem Eingriff. Alle vier Weisheitszähne werden nur in Ausnahmefällen in einer Sitzung entfernt.
Eine Schwellung ist nach einer operativen Weisheitszahnentfernung normal und meist am zweiten oder dritten Tag am stärksten. Danach geht sie zunehmend zurück und ist nach etwa einer Woche normalerweise deutlich abgeklungen.
In der Regel sollten Sie mit etwa drei Tagen Krankenstand beziehungsweise körperlicher Schonung rechnen. Nach ungefähr einer Woche sind die meisten Patient:innen im Alltag wieder weitgehend uneingeschränkt.
Sport und stärkere körperliche Belastung sollten für etwa zwei bis drei Tage vermieden werden. Danach kann die Belastung schrittweise gesteigert werden, sofern Schwellung und Beschwerden deutlich zurückgegangen sind.
Am Operationstag sollten Sie sich körperlich schonen. Kühlung kann Schwellungen reduzieren. Rauchen, Alkohol, Sport und stärkere körperliche Belastung sollten in den ersten Tagen vermieden werden. Die wichtigsten Verhaltenshinweise erhalten Sie nach dem Eingriff nochmals zusammengefasst.
Eine leichte Nachblutung kann nach einem chirurgischen Eingriff vorkommen. Bei stärkerer oder anhaltender Blutung, zunehmender Schwellung, Fieber oder ungewöhnlich starken Schmerzen sollten Sie sich mit der Ordination beziehungsweise außerhalb der Ordinationszeiten mit einer entsprechenden medizinischen Einrichtung in Verbindung setzen.
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