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Kieferhöhlenchirurgie / Sinuslift

Ein Sinuslift ist ein Knochenaufbau im Bereich des Oberkiefers. Dabei wird im Bereich der Kieferhöhle zusätzlicher Raum für den Aufbau von Knochen geschaffen, damit später oder gleichzeitig ein Implantat ausreichend stabil eingesetzt werden kann.

Nach längerem Zahnverlust kann im seitlichen Oberkiefer zu wenig Knochenhöhe für ein Implantat vorhanden sein. In solchen Fällen kann ein Sinuslift notwendig sein, um ein ausreichendes Knochenangebot für die Implantation zu schaffen.

Die Planung erfolgt anhand einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen DVT-Aufnahme. Dadurch können das vorhandene Knochenangebot, die Kieferhöhle und wichtige anatomische Strukturen genau beurteilt werden.

Das ist in vielen Fällen möglich. Ob der Knochenaufbau und die Implantation in einem Eingriff durchgeführt werden können, hängt vor allem vom vorhandenen Restknochen und der erreichbaren Stabilität des Implantates ab. Bei ungünstigeren Ausgangsbedingungen kann ein zweizeitiges Vorgehen sinnvoll sein.

Je nach vorhandener Knochenhöhe kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Dabei wird die Schleimhaut der Kieferhöhle vorsichtig angehoben und der entstandene Raum für den Knochenaufbau genutzt.

Nein. Durch die örtliche Betäubung ist der Eingriff in der Regel nicht schmerzhaft. Nach der Operation können Schwellung, Druckgefühl und Wundbeschwerden auftreten, die sich normalerweise mit Schmerzmitteln gut behandeln lassen.

Nach einem Sinuslift sollten Sie mit etwa drei bis fünf Tagen körperlicher Schonung rechnen. Die Schwellung ist meist am zweiten oder dritten Tag am stärksten und klingt anschließend über ungefähr eine Woche ab.

Nach einem Sinuslift benötigt der aufgebaute Knochen in der Regel etwa sechs Monate zum Einheilen. Wird gleichzeitig ein Implantat eingesetzt, kann die weitere Versorgung nach abgeschlossener Einheilung erfolgen. Bei einem zweizeitigen Vorgehen wird das Implantat erst nach der Knochenheilung eingesetzt.

In den ersten Tagen sollten körperliche Belastung und alles vermieden werden, was starken Druck in der Kieferhöhle erzeugt. Dazu gehört insbesondere kräftiges Schnäuzen. Beim Niesen sollte der Mund möglichst geöffnet sein. Diese Hinweise erhalten Sie nach dem Eingriff nochmals schriftlich zusammengefasst.

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